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Ambulante CI-Rehabilitation

Die Abbildungen zeigen einen CI-Träger im Hörtherapiezentrum beim individuellen Hörtraining.

1. Präoperative Beratung
Wir bieten allen Patienten/innen eine umfassende präoperative Beratung an. Inhalt dieser Beratung ist:

  • Vorstellung Reha-Ablauf
  •  Individuelle Therapieplanung
  • Produktberatung zu den CI-Herstellern (Advanced Bionics, Cochlear, Med El, Oticon Medical)
  • Organisatorisches (Fahrkostenübernahme, Anträge Krankenkasse, Zuzahlungsbefreiung etc.)

2. Einstellung des Sprachprozessors
Im Rahmen der Rehabilitation wird der Patient umfassend audiologisch betreut. In mehreren Sitzungen wird der Sprachprozessor, der das CI stimuliert, kontinuierlich optimiert. In Zusammenarbeit mit dem CI-Träger wird die Hörwahrnehmung mit dem CI Stufe für Stufe verfeinert, um Tonhöhen und Tonstärken immer differenzierter wahrnehmen zu können. Dabei wird von der individuellen Hörerfahrung vor der Implantation ausgegangen. Früher verloren gegangene Hörbereiche werden im Verlauf der Anpassung schrittweise mit einbezogen. Im fortgeschrittenen Stadium der Hörerfahrung werden Programmeinstellungen für unterschiedliche Hörumgebungen entwickelt.

3. Hör- und Sprachtraining mit lautsprachgerichtetem Ansatz
In Abhängigkeit vom jeweiligen Hör- und Sprachstatus mit CI wird nach folgendem Trainingsmodell vorgegangen.

  1. Nach der Erstanpassung wird die Wahrnehmung von Geräuschen und Sprache mit CI geschult.
  2. Prosodische Merkmale wie z. B. Dauer, Tonlage, Lautstärke, Intonation sollen diskriminiert und identifiziert werden.
  3. Gezielte Hörübungen, die stets in einem natürlichen lautsprachlichen Kontext eingebunden sind.
  4. Verstehen von Lautsprache mit dem Ziel, ein offenes Sprachverständnis zu erreichen.
  5. Ausbau kommunikativer Fähigkeiten. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Förderung kommunikativer Fähigkeiten im Alltag und im Berufsleben ein.

 Weitere Therapieinhalte sind zudem:

  • Gesprächsstruktur, Feedbackverfahren
  • Absehen, Hörtaktik
  • Telefontraining
  • Umgang mit dem CI sowie dem Zusatzzubehör (Wireless-Komponenten)
  • Anschluss- und Nutzungsmöglichkeiten audio-visueller Geräte
  • Maßnahmen zur artikulatorischen Sprechverbesserung


4. Medizinische Kontrollen
Im Rahmen der CI-Rehabilitation werden HNO-ärztliche Untersuchungen bei den CI versorgten Patienten durchgeführt. Bei Bedarf erfolgen weitere HNO-ärztliche Untersuchungen des Patienten im Verlauf der Rehabilitation. Zusätzlich erfolgt die Erstellung von Reha-Verlängerungsanträgen sowie von Abschlussberichten, in denen eine Beurteilung des Therapieverlaufs bzw. -erfolgs vorgenommen wird.

5. Technische Versorgung und Beratung
Zur technischen Versorgung und Beratung gehören die folgenden Bereiche:

  • Schulung der Patienten in der Handhabung des Sprachprozessors
  • regelmäßige Funktionsüberprüfung des CI
  • Austausch und Reparatur defekter Teile
  • Erläuterung des Zubehörs
  • Verwendung einer FM-Anlage und Erprobung spezieller Hilfsmittel
    (z.B. Telefon für Hörgeschädigte, Lichtwecker, Telefonverstärker, Wireless-Optionen etc.)

Die technische Beratung sowie der Batterie-Service erfolgt gesondert in Kooperation mit dem Akustikfachgeschäft Hörpunkt und stellt eine Serviceleistung außerhalb der CI-Rehabilitation dar.

6. Psychologische Beratung
Im Rahmen der CI-Rehabilitation wird auch eine psychologische Beratung durchgeführt. Im Fokus stehen hierbei Konflikte, die im Rahmen der Hörbehinderung und der damit einhergehenden Auseinandersetzung stehen. Bei der Notwendigkeit weiterführender psychotherapeutischer Interventionen wird das je nach Wohnort des Patienten zuständige Krankenhaus mit entsprechender Fachqualifikation hinzugezogen.

7. Soziale Beratung
Im Rahmen der CI-Rehabilitation im Hörtherapiezentrum erhalten die Patienten eine Beratung über bestehende Hilfen und Institutionen, die nach einer CI Versorgung in Anspruch genommen werden können. Es werden dabei Fragen zur Antragsstellungen (z.B. beim Schwerbehindertenausweis), bei Zuschüssen sowie zur Erwerbsunfähigkeit geklärt. Es werden zudem Möglichkeiten der sozialen und beruflichen Integration aufgezeigt und bei vorhandenen Schwierigkeiten gemeinsame Lösungswege gesucht.

8. Ambulante Nachsorge
Die ambulante Nachsorge nach Cochlea Implantat Versorgung im Hörtherapiezentrum (HTZ) wird im Anschluss an eine Cochlea Implantat
(CI)-Operation und nach Abschluss der Rehabilitation nach CI-Versorgung durchgeführt. Sie umfasst die Überprüfung und Optimierung des Systems mit direkter Rückkopplung zum therapeutischen Prozess für die Erkennung von Sprachmustern und beinhaltet eine kontinuierliche Begleitung.

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