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Was ist in Cochlea Implantat?

Die Abbildungen zeigen einen CI-Träger im Hörtherapiezentrum mit einem Cochlea Implantat.

Ein Cochlea Implantat ist ein elektronisches, medizintechnisches Gerät, das die Funktion des beschädigten Innenohrs wahrnimmt. Im Unterschied zu Hörgeräten, die die Lautstärke von Geräuschen erhöhen, übernehmen Cochlea Implantate die Funktion der beschädigten Teile des Innenohrs (der Cochlea), um Audiosignale an das Gehirn zu übertragen.

Welchen Menschen kann ein Cochlea Implantat helfen?
Ein Cochlea Implantat wird für Erwachsene und Kinder empfohlen, die grundsätzlich an einer starken einseitigen oder beidseitigen Schallempfindungsschwerhörigkeit bzw. postlingualen Ertaubung leiden und mithilfe eines Hörgeräts nicht mehr effektiv kommunizieren können. Bei den erwachsenen Patienten handelt es sich üblicherweise um Menschen, die erst nach dem Spracherwerb ertaubt sind ("postlinguale Ertaubung"). Der Hörverlust kann genetisch bedingt sein oder durch Krankheiten (beispielsweise Virusinfekte), Vergiftungen (zum Beispiel auch bestimmte Medikamente und Lösungsmittel) und Verletzungen verursacht werden. Die Erfolge sind größer bei kurzer Dauer der Taubheit, aber auch bei länger bestehender Ertaubung gut. Die Implantation sollte daher so früh wie möglich nach einer Ertaubung erfolgen.

Bei der in der Regel angeborenen "prälingualen Taubheit" sind Kinder betroffen, die noch nicht sprechen gelernt haben. Ein nach dem ersten Lebensjahr eingesetztes Cochlea Implantat bietet den Kindern meist gute Chancen, mit pädagogischer Unterstützung und Hilfe des Implantats hören und sprechen zu lernen.

Die Cochlea Implantation eignet sich sowohl für Patienten mit Hörverlust auf einem Ohr (einseitig) als auch auf beiden Ohren (beidseitig). Bei beidseitigem Hörverlust verbessern Implantate in beiden Ohren die Fähigkeit zur Lokalisierung der Schallquelle, fördern das Sprachverständnis in lauten Umgebungen und ermöglichen eine stereoakustische Wahrnehmung. Obwohl die zwei Implantate in einer Operation eingesetzt werden können, findet die Mehrheit der beidseitigen Implantationen in zwei Sitzungen statt. Oftmals erfolgt die zweite Implantation Monate oder sogar Jahre nach der ersten. Einseitig implantierte CI-Träger können je nach Beurteilung des CI-Zentrums für eine bilaterale Implantation in Frage kommen.

Aufbau eines Cochlea Implantates
Ein Cochlea Implantat besteht aus einem äußern Teil, dem Soundprozessor, und einem inneren Teil, dem Cochlea Implantat.
Der äußere Teil besteht aus einem hinter dem Ohr sitzenden Soundprozessor und einem Kabel, das den Prozessor mit der Spule verbindet. Die Spule wird magnetisch auf der Haut direkt über dem internen Teil angebracht.
Der innere Teil ist ein Empfänger, der in einem chirurgischen Eingriff unter die Haut geschoben und auf das Schläfenbein aufgesetzt wird. Am Empfänger befinden sich Elektrodenträger, die in die Cochlea eingesetzt werden.
(Quelle: Oticonmedical)

  1. Der Soundprozessor erfasst und digitalisiert die Schallsignale
  2. Die Spule wird magnetisch auf der Haut angebracht und überträgt die digitalisierten Klänge vom Soundprozessor zum Implantatempfänger.
  3. Der magnetische Implantatempfänger wird direkt unterhalb der Spule unter die Haut eingesetzt. Er wandelt die digitalen Informationen in ein elektrisches Signal um, das an die Cochlea geschickt wird.
  4. Der Elektrodenträger wird in die Cochlea eingesetzt. Jede Elektrode des Elektrodenträgers entspricht einer Signalfrequenz.
  5. Wenn das verschlüsselte Signal an die entsprechende Elektrode übermittelt wird, erfolgt eine Stimulation des Hörnervs.
  6. Das Gehirn empfängt den über den Hörnerv übermittelten Klang.

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