Ambulante neurologische Rehabilitation

In der ambulanten neurologischen Rehabilitation wird das gesamte Behandlungsspektrum einer stationären Rehabilitationsklinik mit den Vorteilen des gewohnten sozialen und häuslichen Umfeldes verbunden.

Das Verständnis von Abläufen im Nervensystem bei verschiedenen Erkrankungen und deren Linderung hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen. Eine große Anzahl von Menschen mit Erkrankungen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder mit Bandscheibenvorfällen und peripheren Nervenverletzungen kann auf nachhaltige Besserung ihrer daraus entstandenen Folgeschäden und Beschwerden bauen.

Wir bieten Ihnen mit der angeschlossenen Oberlinklinik eine lückenlose Versorgungskette: Bei Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems (z. B. Bandscheibenschäden) vermitteln unsere dortigen Kollegen Sie direkt weiter zu uns in das Rehazentrum.

Eine ambulante Rehabilitation in unserem Haus ermöglicht es Ihnen, trotz einer neurologischen Erkrankung Ihr Leben in Ihrem gewohnten Umfeld fortzuführen.

Indikationen

Unser Behandlungsschwerpunkt ist die Therapie von Patientinnen und Patienten, die an den Folgen einer akuten, chronischen, oft schubweisen oder fortschreitenden Erkrankung des zentralen oder peripheren Nervensystems leiden.

Nachbehandlung nach:

  • Schlaganfall (ischämischer Hirninfarkt, Hirnblutung)
  • Hirn- und Rückenmarksverletzungen
  • Erkrankungen des Nervensystems bei Stoffwechselerkrankungen
  • Entzündungen des Nervensystems und der Muskeln (z. B. Multiple Sklerose)
  • Neubildungen an Hirn oder Rückenmark
  • Degenerative Hirn- oder Rückenmarkserkrankungen (z. B. Parkinson)
  • Erkrankungen und Verletzungen des peripheren Nervensystems (z. B. Polyneuropathie, Guillain-Barré-Syndrom)
  • Muskelerkrankungen
  • Organische neuropsychologische Syndrome
  • Zustand nach extra-/ intrakranieller Hirngefäßoperation
  • Bandscheibenvorfall und Spinalkanalstenose mit neurologischen Ausfällen

Therapieplan

Der Therapieplan wird nach einer ärztlichen Eingangsuntersuchung für Sie individuell erstellt. Ziel ist es, eine Verbesserung Ihrer funktionellen Leistungsfähigkeit und eine Schmerzreduktion zu erreichen, damit Sie wieder aktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilnehmen können.

Die ganztägige ambulante neurologische Rehabilitation umfasst in der Regel 20 Tage, jeweils 6 bis 8 Stunden finanziert über die Deutsche Rentenversicherung oder jeweils 4 bis 6 Stunden über die gesetzlichen und privaten Krankenkassen – inklusive Ruhezeiten.

Ihr Programm beinhaltet sowohl Einzel- als auch Gruppentherapien, etwa im Bewegungsbad oder beim Erlernen von Entspannungstechniken. Wir bieten zudem informative Vorträge, z. B. über gesunde Ernährung oder Erkrankungen wie Schlaganfall sowie zu sozialrechtlichen Themen.

Mögliche Bausteine eines Therapieplans sind z. B.:

  • Ärztliche Diagnostik und Behandlung
  • Physiotherapie (u. a. auch Bobath)
  • Neuro-/ Psychologische Diagnostik und Intervention
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Logopädie
  • Ergotherapie
  • LSVT BIG (spezielle Parkinsontherapie)
  • Ernährungsberatung
  • Reha- und Sozialberatung

Häufig gestellte Fragen

  • Muss ich mir Verpflegung mitbringen für die ambulante Rehabilitation?

    Unsere Patientinnen und Patienten erhalten täglich ein kostenloses Mittagessen.

  • Werden meine Fahrkosten erstattet?

    Je nach Kostenträger der Reha-Maßnahme werden Ihnen die entstandenen Fahrtkosten erstattet.

    Zudem besteht für unsere Patientinnen und Patienten ein Fahrdienstangebot, das – je nach medizinischer Notwendigkeit – in Anspruch genommen werden kann.

  • Muss ich eine Zuzahlung leisten?

    Eigenanteil / Zuzahlung

    Kostenträger: Deutsche Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft oder Unfallversicherungsträger

    • Es ist keine Zuzahlung zu leisten.

    Kostenträger: gesetzliche Krankenkasse

    • Pro Behandlungstag ist ein Eigenanteil von 10 Euro zu entrichten. Diesen Betrag müssen wir Ihnen in Rechnung stellen. Der Eigenanteil ist auf 28 Tage im Jahr begrenzt. Bereits im Krankenhaus geleistete Zuzahlungen werden angerechnet, sodass der Eigenanteil für Krankenhausaufenthalt und Reha höchstens 280 Euro im Jahr beträgt.

    Kostenträger: private Krankenversicherung

    • Ob die Kosten in voller Höhe übernommen werden, hängt von Ihrer jeweiligen Krankenversicherung ab.
  • Welche Kleidung muss ich mitbringen?

    Wir empfehlen für die Therapien sportliche Kleidung und Turnschuhe oder zumindest bequeme Freizeitbekleidung mit festem Schuhwerk.

  • Kann ich mich vor Ort umziehen, duschen und meine Wertsachen und Kleidung wegschließen?

    Es sind Umkleide- und Duschräume sowie abschließbare Schränke vorhanden.